„Infrastructure as Code“: Was bedeutet das eigentlich?


Mit den Konzept „Infrastructure as Code“ werden die Prinzipien der agilen Entwicklung für die Bereitstellung und den Betrieb von IT-Infrastruktur angewandt – mit grossen Vorteilen für Unternehmen. Im Cloud-Zeitalter der IT ist die Bereitstellung und Wartung von Systemen der Software überlassen, Handarbeit ist nicht mehr nötig. Das senkt das Risiko, die Kosten – und man ist schneller mit neuen Produkten auf dem Markt.

Mit den Konzept „Infrastructure as Code“ werden die Prinzipien der agilen Entwicklung für die Bereitstellung und den Betrieb von IT-Infrastruktur angewandt – mit grossen Vorteilen für Unternehmen.

In der Einleitung zum neuen Buch „Infrastructure as Code“ von Kief Morris, erschienen bei O’Reilly, kreiert der Autor eine sehr treffende Metapher zum radikalen Wandel von Enterprise IT, der dieser Tage stattfindet Er nennt es den Übergang von der Eisenzeit zum Cloud-Zeitalter.

In der Eisenzeit (iron age) der IT waren Systeme direkt an physische Hardware gebunden. Infrastruktur bereitzustellen und zu warten war Handarbeit. Menschen mussten dafür über Interfaces Befehle eingeben, oder sich durch Menüs klicken, um die Maschinen zum Laufen zu bringen. Und jede Änderung am Setup bedeutete viel weitere Handarbeit. Das war eine grosse Hürde für Innovationen. Alles musste vorab durchdacht und getestet werden. Aus gutem Grund: Wenn hier Fehler passierten, konnte das teuer werden.

Im Cloud-Zeitalter der IT sind die Systeme von der physischen Hardware losgelöst. Bereitstellung und Wartung wird der Software überlassen, Handarbeit ist nicht mehr nötig. Änderungen sind nun innerhalb von Minuten möglich, oft sind es sogar nur Sekunden. Das senkt das Risiko, die Kosten – und man ist schneller mit neuen Produkten auf dem Markt.

Doch der Weg ins Cloud-Zeitalter passiert nicht einfach so. Es erfordert eine neue Herangehensweise, die zusehends unter dem Fachbegriff „Infrastructure as Code“ zusammengefasst wird. Er bezeichnet kein spezifisches neues Tool oder ein Set neuer Tools, sondern beschreibt einen Paradigmenwechsel im Management von IT-Infrastruktur. Wer ein System einrichtet, begreift diesen Prozess nun als Programmieren, als Code, den man beliebig duplizieren und versionieren kann.

In der Praxis bedeutet das, dass ein lauffähiges System immer das Ergebnis eines ausführbaren Codes ist. Dieser Code kann dann in der Cloud ausgeführt, dupliziert oder gelöscht werden. Diese Vorgehensweise nutzt das Potenzial der Cloud wie keine andere. So können Systeme in kürzester Zeit erstellt und skaliert werden, denn Infrastructure as Code ermöglicht:

  • Zentrale Verwaltung des Quellcodes mit Versionierung.
  • Hohe Transparenz
  • Automatisiertes Testen der Konfiguration von Servern und virtuellen Maschinen
  • Automatisiertes Testen von Deployments

Was früher ein manueller Prozess war, läuft nun in grossen Teilen automatisiert und effizient. Mit dem – ohne die Cloud undenkbaren – Konzept „Infrastructure as Code“ kann ein Unternehmen in kürzester Zeit neue Server aufsetzen, Entwicklungszyklen automatisieren und schnell auf neue Business-Anforderungen reagieren.

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