Der Standort wird in der Cloud immer wichtiger


Cloud Computing ist zwar in den USA längst weiter als in Europa, doch die alte Welt holt auf. Es zeigt sich in Europa aber ein durchaus unterschiedliches Nutzungsverhalten. Vor allem die Datensicherheit bereitet Unternehmen aus Europa Kopfzerbrechen.

So reagierten etwa in einer Studie von NTT Communications zufolge rund 90 Prozent der 1000 befragten CTOs mit einer Änderung ihres Cloud-Einkaufsverhaltens. 

Zudem bevorzugen die IT-Verantwortlichen heute einen Cloud-Dienst aus ihrer Region (in der EU 97%). Das hat auch mit der EU-Richtlinie 95/46/EG zu tun, die untersagt, personenbezogene Daten in ein Nicht-EU-Land zu transferieren, das über kein angemessenes Schutzniveau verfügt – was für die USA gilt. 

Mit dem Safe Harbor Framework – einer Vereinbarung der Europäischen Kommission mit den USA, die in vergleichbarer Form auch zwischen der Schweiz und den USA besteht („U.S.-Swiss Safe Harbor Framework“, mehr dazu hier) – hätte diese Lücke geschlossen werden sollen. Doch im Rahmen des US Patriot Act muss US-Sicherheitsbehörden unter Umständen auch ohne Benachrichtigung der Dateninhaber Zugriff auf die in US-Clouds gespeicherten Daten gewährt werden, und daher wird das Safe Harbor Abkommen von vielen Experten als ungenügend bewertet.

In dem Cloud-Markt werden deswegen Europäische Anbieter mit besonders hohen Ansprüchen beim Datenschutz für Kunden immer attraktiver.

Es ist zwar ein grosser Vorteil, wenn IT-Infrastruktur immer nur in der Form für einen da ist, die man gerade benötigt. Es ist aber auch ein sehr gutes Gefühl, wenn sensible Daten und businesskritische Applikationen nicht unbedingt in Übersee laufen.

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